Schach ist fertig – im wesentlichen fertig analysiert, fertig durchgerechnet, fertig gedatenbankt. Moeglicherweise ist diese Aussage ein wenig uebertrieben, aber die Tendenz stimmt. In der Vergangenheit hat sich Schach entwickelt, veraendert, so dass sich aus Chaturanga und Shatranj das heutige westliche/internationale Schachspiel, chinesisches Schach und noch ein paar andere entwickeln konnten. Wenn das Spiel seinen Reiz verloren hatte, dann kam es zu einem Entwicklungssprung in den Regeln, nur: Bem westlichen Schach hat sich seit der Einfuehrung der Killer-Figur der heutigen Dame statt des Ferz, der nur ein Feld diagonal ziehen konnte, im 15. Jhdt nichts wirklich tiefgreifendes mehr getan. In der juengeren Vergangenheit haben Capablanca und Fischer dies erkannt und ihre jeweiligen Vorschlaege zur Aenderung der Regeln gemacht – Capablanca durch Versuche zur Einfuehrung zweier zusaetzlicher Figuren, Fischer durch randomiserte Aufstellung.
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